Dieses Jahr hat etwas in mir ausgelöst, das ich lange vor mir hergeschoben habe: den echten Beginn meiner Reise zu mir selbst. Nicht halbherzig. Nicht zwischen Tür und Angel. Nicht als Konzept, das gut klingt. Sondern wahrhaftig. Unbequem. Ehrlich. Roh.
Ich habe nicht aufgehört, auch wenn es wehgetan hat.
Ich bin geblieben, auch wenn mein erster Impuls früher immer Flucht war.
Ich habe hingeschaut. Immer wieder.
Nicht: Warum fühlt sich das so an?
Sondern: Wo fühle ich es? Und was genau ist es? Wut, Trauer … Denn das warum ist an sich egal. Das sind nur die Geschichten die wir uns erzählen.
Auch ich habe gehofft, das es diese eine Sache gibt, die mich dahin bringt wo ich hin will. Aber nur weil zum Beispiel die Rusu für Mareike alles verändert hat und sie zu ihrem Ziel geführt hat, muss das für mich oder dich nicht zwangsläufig auch so sein. Das durfte ich lernen. Daher habe ich überall etwas gelernt, erfahren und alles hat mich dem wo ich hin will ein Stück näher gebracht. Ich habe den 1. Reikigrad gemacht, bei der RUSU mitgemacht, Journal to the Self mit Johanna Kramer, bei Embodiment-Sessions und tiefen Programmen mit Rahel Kaiser (Heilbrett, the Money Game), den 2. Reikigrad, Meditationen (Joe Dispenza und Co.), Aurachirurgie und zum Schluss SMT Breathwork und energetischer Körperarbeit.
Das wichtigste Learning für mich aus all dem was ich gemacht und erlebt habe, das ich es selbst machen muss. Es ist schön wenn mir jemand Reiki gibt, aber dort hin wo ich hin will, komme ich nur in dem ich in mich gehe. Denn alle Antworten sind in mir. Die werde ich nie im Außen finden. Genauso wenig wie ich mich im Außen finden kann.
Und jedes Mal, wenn ich mich gefragt habe: Was ist meine Wahrheit? Was ist meine Bestimmung?
… tauchten zwei Dinge auf. Immer dieselben.
Schreiben.
Hochsensibilität.
Ich wollte es nicht wahrhaben.
Schließlich hatte ich das alles schon einmal versucht. Ich wollte anderen helfen in der Hochsensibilität die Gabe, das Geschenk zu sehen, habe sogar einen kompakten Ratgeber geschrieben und mich dann wieder vom Thema entfernt. Ich dachte, der Markt sei überlaufen. Niemand braucht das. Niemand will das.
Ich wollte vom Schreiben leben. Aber ganz ehrlich, ich hab es nur halbherzig gemacht. Weil ich noch in alten Glaubenssätzen und Konditionen festhing. Zuerst als Angestellte und danach mit der Selbstständigkeit. Ich hatte zwar mehr Freiheit und Flexibilität, aber ich hing eben immernoch in meinem alten ich fest.
Aber diese beiden Bereiche kamen immer wieder zu mir zurück. Auf allen Wegen. In allen Formen. Als Zeichen, als Impulse, als Begegnungen. Und irgendwann wurde mir klar: Diese Art der Wahrnehmung ist wichtig. Sie gehört zu mir. Und vielleicht ist sie genau das, was andere wieder zu ihrem eigenen Wahrnehmen zurückbringen kann. Vielleicht liegt genau darin mein Beitrag, mein Weg. Und genauso auch das Schreiben. Es kam immer und immer wieder. Wenn ich dann mal wieder einen Blogbeitrag oder andere Texte geschrieben habe, da ging mir so das Herz auf. Dieses Klimpern auf der Tastatur, das ist es einfach für mich. Und wenn daraus dann so tolle Sachen entstehen. Worte für die Ewigkeit. Das macht mich glücklich.
Immer häufiger habe ich das Gefühl, dass sich die Puzzleteile meines Lebens nach und nach zusammenfügen. Dass aus all den einzelnen Teilen ein Bild entsteht. Und ja, es gibt viele Puzzleteile. Viele Farben. Viele Wege. Aber auch Parallelen.
Die krasseste Erfahrung hatte ich bei der letzten Session mit Liesa und davon möchte ich dir erzählen.
Aurora von und mit Liesa
Im Herbst dieses Jahr, spürte ich, das ich abrutschte. Das ich in ein Loch fiel. Mehr und mehr. Mein Lachen, nur noch oberflächlich. Der Alltag, ich hab funktioniert. Egal was ich gemacht habe, nichts hat mir langfristig Freude gebracht. Und da wusste ich, ich brauche Hilfe. Also fragte ich – welcher Raum, welche Energie und welches Bewusstsein können ich und mein Körper sein, damit ich zu mir selbst finde. Wahrhaftig und echt, egal wie sehr es weh tut. Wie kann ich das erreichen? Und da tauchte immer eine bestimmte Person auf. Liesa. Unsere Wege hatten sich immer wieder gekreuzt. Ich ging also zu ihr und wir führten ein langes Gespräch. Ich erfuhr, dass ich innerhalb der SMT Breathwork Sessions tief in mein Inneres blicken kann. Das ich mithilfe meiner Atmung altes Loslassen kann und unter anderem damit zu mir selbst finden kann. Sie sagte, nach den drei Monaten wirst du nicht mehr dieselbe sein.
Wir hatten nun bereits einige Sessions. Und jede ist völlig anders. Es ist schwer das zu beschreiben, was dort passiert. Aber ich habe gespürt, wie sich alte Muster lösen, wie eine Veränderung auf Zellebene passiert. Aber Liesa hält nicht nur den Raum innerhalb der SMT Breatwork Sessions, Aurora ist so viel mehr als das und so ist jede Session anders.
Liesa arbeitet sehr viel mit ihrer Wahrnehmung, mit Impulsen. Und so kann man nie genau sagen, was zu unserem Termin in zwei Wochen genau passieren wird. So auch dieses Mal. Ich schickte ihr am Tag zuvor noch eine Nachricht mit Themen die sich gezeigt hatten. Und ich glaube da wussten wir beide, dass wird keine SMT Breathwork Session, hier ist etwas anderes gebraucht.
Und so war es dann auch. Sie hatte das Gefühl, dass da noch etwas ist, das mich zurückhält. In alten Mustern, Gedanken, Glaubenssätzen …
„Heute machen wir energetische Körperarbeit und ich bitte dich, dich auszuziehen bis auf deinen Slip …“, waren ihre Worte. Und da wusste ich schon, das geht tief.
Ich legte mich auf die Liege, schloss die Augen und lies mich fallen in die Musik, den Geruch der Öle und Liesas Stimme. Und ich ging auf eine Reise.
Zuerst war es Dunkel, ich hatte das Gefühl durch die Dunkelheit zu schweben. Doch dann tauchte etwas hinter mir auf. Eine männliche Silhouette, die mich an der rechten Schulter festhielt. So sehr ich auch weg wollte, ich konnte nicht. Ich bat ihn, mich loszulassen. Aber er hielt mich weiter fest. „Du darfst nicht gehen. Dann bin ich allein. Und du bist allein“, sagte die Gestalt zu mir. Doch ich spürte, dass ich nicht bleiben wollte. Ich sagte zu ihm das ich gehen will. Das er loslassen soll. Liesa half mir und er lies schließlich los.
Ich sah hinter mich und da hockte er. Einsam und allein. Mitleid überkam mich. Hatte ich ihn so lang genährt, beschützt und war immer für ihn da.
Ich weiß nicht mehr was dann passiert ist, aber ich spürte plötzlich, dass ich frei war. Das ich gehen konnte. Gehen musste. Und das tat ich.
Plötzlich fand ich mich auf einer Wiese wieder. Saftiges grünes Gras, übersät von Blumen in allen Farben. In der Ferne konnte ich das Meer sehen und über mir zogen flauschige Wolken. 
Ich trug ein Kleid, ein gelbes Kleid mit kleinen Punkten. Meine Füße waren nackt. Dann erschien ein schwarzes Pferd. Es kam näher, ließ sich von mir berühren und schließlich sollte ich aufsteigen. Ohne Sattel und Zaumzeug galoppierte es mit mir auf seinem Rücken über die grüne Wiese.
Bis wir an einem Wald ankamen. Ich stieg ab, das Pferd ging und ich schaute in den Wald. Überall Moos und Farne und Sonnenstrahlen schienen durch die Baumkronen hinunter. Ich folgte meinen Impuls hineinzugehen und da kam auf einmal eine Frau in Weiß gekleidet und nahm meine Hand.
Sie ging ein Stück mit mir, ließ dann wieder los und dann stand ich mitten in diesem Wald. Es wurde ein wenig dunkler und plötzlich tauchten überall kleine fliegende Lichtpunkte auf. Wie Glühwürmchen. Das Moos glitzerte und dann sah ich kleine Wesen zwischen den Punkten umherfliegen. Feen. Sie kicherten und tanzten. Ich hörte einen Bach plätschern, Vögel zwitschern.
Und da wusste ich, alles ist möglich. Ich kann alles sein und alles tun. Ich kann sein wer ich will.
Als ich von Liesa wieder ins hier und jetzt geholt wurde, da war auf einmal alles klar.
So viele Sprüche hatten mich festgehalten, Sätze, die ich irgendwann geglaubt hatte.
„Wenn du das jetzt auch noch machst oder hast, dann hast du einen Bauchladen. Da kauft niemand was …“
„Du musst dich mal auf eine Sache konzentrieren. Nicht immer noch tausend andere Sachen machen. Mach doch erstmal das eine zuende …“
„Du bist doch hochsensibel sagst du selbst, da kannst du doch nicht so laut sein. Da ist man leise und Introvertiert.“
„Was willst du denn Leuten beibringen, kannst doch selber nur alles so ein bisschen …“
„Also als Mentorin sehe ich dich jetzt nicht …“
Ich könnte noch ewig so weitermachen. Aber ich denke du verstehst was ich meine.
Das alles haben wir aufgelöst. Nachdem ich die Augen wieder öffnete, fühlte sich meine Schulter nicht mehr an als würde mich da etwas zurückhalten. Alles war ganz leicht und weich und ICH. Das war ich in meiner zerbrechlichsten Form. Und ich fühlte mich so sicher wie noch nie. Ich hätte in dem Moment nackt auf die Straße gehen können.
Ich hatte nicht mehr das Gefühl mich verstecken zu wollen, zu müssen, zu sollen. Der Gedanke im Mittelpunkt zu stehen, der löste keine Ängste, Scham oder Fluchtgedanken mehr aus. Im Gegenteil. Und ich wusste auf einmal, ich kann alles sein. Weil ich es schon bin.
Ich bin Dany, Daniela, Mama, Freundin, Ehefrau, Tochter, Autorin, Content Marketing Managerin, Bürokauffrau, Mentorin, Kreative, Ich bin mal laut und mal leise, Hochsensibel, ich bin die, die auf Heavy Metal Konzerte geht, die auf der Buchmesse vor lauter Freude jemanden wiederzusehen durch die Halle brüllt und trotzdem sensibel, sanft, weich, weiblich und liebevoll ist. Mal bin ich geduldig und mal bin ich es nicht. Mal bin ich das pure Feuer und Leidenschaft und mal das scheue Reh, das beobachtet und sich versteckt. Ich kann auf eine große Bühne gehen, mir in die Hose scheißen, es aber trotzdem machen. Ich muss nicht alle Antworten schon vorher kennen.

Ich entscheide wer ich bin und sein will. Und ich kann immer wieder neu wählen.
Und dieses Gefühl kann mir keiner mehr nehmen. Diesen Raum. Diese Wiese auf der ich getanzt habe.
Danke Liesa, Danke Aurora (Link führt zu Liesas Instagram Account)