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Blogbeitrag Nebeneinkommen

Lies das, bevor du einen Kurs für 4000 € buchst oder eine „Strategie die für jeden funktioniert“, um online Geld zu verdienen

9. März 2026

Im letzten Jahr habe ich vieles ausprobiert. Programme gebucht, Strategien getestet, Ideen verfolgt, die auf den ersten Blick logisch klangen. Affiliate Marketing, Social Media Strategien, Coachings, die versprochen haben, dass man damit endlich die richtigen Kunden anzieht und ein erfolgreiches Onlinebusiness aufbauen kann.

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich dabei ein klares Ziel vor Augen: Ich wollte wieder zurück zu monatlichen 10k Umsatz. Und genau dort liegt die größte Falle im Onlinebusiness. Denn jeder, der dir verspricht, dass du mit seiner Methode schnell viel Geld verdienen kannst, weiß ganz genau, welche Knöpfe er drücken muss. Er spricht deinen Wunsch nach finanzieller Freiheit an, dein Bedürfnis nach Sicherheit, dein Gefühl, dass dir vielleicht nur noch die eine richtige Strategie fehlt.

Viele dieser Programme arbeiten mit genau diesen psychologischen Triggern. Sie wissen, welche Worte sie benutzen müssen, damit du denkst: Vielleicht ist genau das der Weg, der mir bisher gefehlt hat. Doch wenn diese angebliche Erfolgsstrategie am Ende in einem 4.000-Euro-Kurs landet, der für alle gleichermaßen gedacht ist, dann lohnt es sich, einen Moment innezuhalten. Denn häufig stellt sich später heraus, dass dort vor allem Marketing-Basics vermittelt werden – Dinge, die man theoretisch überall lernen kann.

Am Anfang fühlt sich das alles trotzdem oft gut an. Die Motivation ist hoch, die Energie auch. Da ist dieses Gefühl von Aufbruch, vielleicht sogar ein kleiner Adrenalinschub, weil endlich etwas greifbar scheint, das zu passivem Einkommen führen könnte. Also setzt man um. Man erstellt Content, plant Beiträge, folgt Contentplänen und versucht, genau die Schritte zu gehen, die als Erfolgsstrategie verkauft werden.

Doch irgendwann kommt dieser Moment, den viele Menschen im Onlinebusiness kennen. Man merkt, dass man zwar vieles umsetzt, sich das Ganze aber nicht wirklich nach dem eigenen Weg anfühlt. Nicht nach der eigenen Stimme, nicht nach der eigenen Energie. Und genau dort beginnt etwas zu kippen. Aus Inspiration wird Routine, aus Freude wird Pflichtgefühl und aus kreativem Ausdruck wird plötzlich stumpfes Posten ohne echtes Feuer dahinter. Da wir aber in dem Moment eh im Mangel sind und vielleicht sogar denken einfach nicht gut genug zu sein, setzt der „Coach“ noch einen drauf wenn wir anfangen das Ganze zu hinterfragen. „Du musst auch mal dran bleiben, das geht nicht über Nacht …“ oder „Dann setzt du nicht richtig um…“ Alles Worte die uns kleinhalten und uns glauben machen, das wir sogar für die einfachste Strategie zu blöd sind.

Viele Programme im Onlinebusiness versprechen individuelle Begleitung. Doch sobald man einmal Teil davon ist, wird oft schnell klar, dass letztlich alle denselben Kurs bekommen. Die gleichen Videos, die gleiche Marketingstrategie, den gleichen Contentplan. Plötzlich soll ein System für alle Menschen funktionieren – unabhängig davon, wie unterschiedlich Persönlichkeiten, Stärken und Arbeitsweisen tatsächlich sind.

Im schlimmsten Fall entsteht daraus ein Copy-Paste-Business, bei dem alle ähnliche Inhalte posten und ähnliche Strategien verfolgen. Das Problem ist dabei nicht, dass diese Strategien grundsätzlich schlecht wären. Das eigentliche Problem ist, dass sie nicht für jeden Menschen gemacht sind.

Meine wichtigste Erkenntnis aus dem letzten Jahr war deshalb eine sehr einfache, aber gleichzeitig sehr befreiende: Nicht jede Strategie funktioniert für jeden Menschen.

Manche Menschen fühlen sich auf Social Media unglaublich wohl und können dort ihre Persönlichkeit authentisch zeigen. Andere merken schnell, dass ihnen diese Plattformen Energie ziehen. Manche Menschen schreiben mühelos Texte, die andere berühren, während andere ihre Stärke eher im Gespräch, im Coaching oder im direkten Austausch haben.

Wenn wir versuchen, uns in ein System zu pressen, das nicht zu uns passt, entsteht früher oder später Frust. Nicht, weil wir unfähig wären, sondern weil wir versuchen, auf eine Weise zu arbeiten, die unserer Natur widerspricht.

Ein Beispiel dafür habe ich vor einiger Zeit in meinem eigenen Umfeld erlebt. Eine Freundin von mir arbeitet in einem sehr besonderen Bereich. Sie begleitet Menschen rund um Abschied und Trauer als Sterbeamme – eine unglaublich wichtige und gleichzeitig sehr sensible Arbeit. Lange Zeit hat sie versucht, Instagram als Marketingkanal zu nutzen. Sie hat regelmäßig gepostet, diszipliniert und konsequent, und trotzdem hatte ich immer das Gefühl, dass etwas fehlt. Nicht, weil sie es schlecht gemacht hätte, sondern weil ihre eigentliche Stärke dort gar nicht richtig sichtbar wurde. Das Ergebnis war frustrierend: Trotz all der Mühe kamen kaum Anfragen. Als wir darüber gesprochen haben, wurde schnell klar, dass ihre Stärke gar nicht in kurzen Social-Media-Posts liegt. Sie kann unglaublich gut schreiben, und ihre Arbeit lebt von Tiefe, von Geschichten, von echten Worten, die Menschen berühren.

Ich habe ihr deshalb gesagt, dass Blogartikel oder längere Texte wahrscheinlich viel besser zu ihr passen würden. Gerade Menschen, die sich mit Themen wie Abschied, Trauer oder Sterbebegleitung beschäftigen, suchen oft genau nach solchen Inhalten – nach Texten, die Raum für Gedanken lassen und echte Verbindung schaffen. Das heißt, das ein Blog auf ihrer Seite viel besser wäre. Erstens für sie um sich auszudrücken und auf der anderen Seite, weil Menschen die nach genau solchen Themen suchen dann über Google auf ihrer Website landen. Und wenn sie weiterhin Beiträge posten möchte, habe ich Pinterest empfohlen, weil auch dort der Content langlebig ist und es eher eine Suchmaschine ist.

Dieses Beispiel hat mir noch einmal deutlich gemacht, was im Onlinebusiness so oft übersehen wird. Es gibt keine universelle Strategie, die für alle funktioniert. Ein Business ist immer so individuell wie der Mensch, der dahintersteht. Es funktioniert langfristig nur dann wirklich gut, wenn es zur eigenen Persönlichkeit passt, zu den eigenen Stärken und auch zu der Art, wie man selbst am liebsten arbeitet.

Genau aus diesem Grund habe ich mich entschieden, ein Gesprächsformat anzubieten, das nicht bei der nächsten Marketingstrategie ansetzt, sondern bei einer viel grundlegenderen Frage: Passt dein Business oder das was du vorhast eigentlich wirklich zu dir?

Im Business Reality Check schauen wir gemeinsam auf dein Business, deine Motivation und deinen aktuellen Weg. Ehrlich, ohne Marketingfloskeln und ohne Standardstrategien. Stattdessen geht es darum, Klarheit zu schaffen und herauszufinden, welcher Weg wirklich zu dir passt.

Denn manchmal braucht es keine neue Strategie. Manchmal braucht es einfach nur einen ehrlichen Blick auf das, was bereits da ist und den Mut, den eigenen Weg zu gehen.

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