Es gibt Geschichten, die beginnen leise. Und dann gibt es die, die erst rückblickend Sinn ergeben, wie lose Fäden, die sich plötzlich zu einem Muster verweben.
Meine beginnt nicht mit dem klassischen Bild:
Ich war kein Kind, das Gedichte schrieb.
Ich habe auch keine Welten in Notizbüchern erschaffen. Noch nicht einmal Tagebuch geschrieben.
Ich habe nicht schon mit zwölf gewusst, dass ich Autorin werde.
Nein. Ich war einfach ein Mädchen, das Songtexte übersetzte.
Linkin Park, um genau zu sein, mit einem dicken Pons-Wörterbuch auf den Knien und der Sehnsucht, die Worte die ich fühlte auch zu verstehen.
Ohne zu ahnen, dass das der Anfang von allem war.
Der Moment, der alles veränderte
Ich war frisch verheiratet, hatte gerade den Namen meines Mannes angenommen, und irgendetwas in mir wusste: Jetzt beginnt ein neues Kapitel. Nicht nur im Leben, sondern in mir.
Wir waren im Leipziger Zoo, ein Tag wie jeder andere, und doch … pumpte mein Herz bis zum Hals.
Weil ich es aussprechen wollte:
Ich will schreiben. Ich will meinen eigenen Blog veröffentlichen.
Nicht für Likes. Nicht für Reichweite. Sondern weil in mir Worte waren, die raus wollten.
Auf Arbeit hatten wir zwar auch einen Blog, ich war im Content Marketing und hatte schon ein paar Beiträge geschrieben, aber dieser Wunsch ging tiefer. Ich wollte über alles schreiben, was mich berührte. Was mich beschäftigte. Meine Sicht, meine Stimme, meine Welt.
Und ich sagte es laut.
Manchmal beginnt Mut genau so: mit einem Satz, den man zum ersten Mal ausspricht.
Berlin. Ein Tisch. Drei Journalisten. Eine neue Welt.
Kurz danach fuhr ich zu einem Storytelling-Workshop in Berlin. Zwei Tage, die mein Leben veränderten.
Ich saß mit drei Journalisten am Tisch, Menschen, die Geschichten sezierten wie Chirurgen. Fakten, Daten und keine Emotionen.
Und dort hörte ich zum ersten Mal das Wort:
Heldenreise.
Und es traf mich wie ein Stromschlag.
Plötzlich wusste ich, warum manche Geschichten bleiben und andere nicht. Warum uns Figuren berühren. Warum Struktur kein Käfig ist, sondern eine Einladung.
Ich schrieb dort eine Mini-Erzählung über die Entstehung eines Konferenztisches, der gleichzeitig eine Tischtennisplatte war. Eine Erfindung meines damaligen Chefs (Ping meets Pong hieß er).
Und die Leute liebten sie.
Nicht, weil sie perfekt war, sondern weil sie echtes Storytelling war.
Weil sie etwas fühlbar machte.
In diesem Moment wusste ich:
Ich will nicht einfach nur schreiben. Ich will Geschichten erzählen. Ich will berühren.
Zwischen Warten, Wachsen und Werden
Trotzdem dauerte es noch Jahre, bis ich mein erstes Buch schrieb.
Ich sah zu, wie mein Vater sein Buch veröffentlichte, erst über einen Verlag, dann selbst.
Ich spürte, wie das in mir etwas bewegte.
Wie ein Kompass, der plötzlich zu flackern beginnt.
2019 wurde ich Mutter.
Und alle sagten:
„Oh, Babys schlafen so viel. Was willst du mit der ganzen Zeit anfangen?“
Also sagte ich es wieder laut:
Ich werde in der Elternzeit meinen ersten Roman schreiben.
Aber das Leben hatte andere Pläne.
Unser Kind schlief nicht. Ich konnte sie nur beruhigen, wenn ich sie in meinen Armen hin und her schaukelte.
Unser Alltag war alles andere als ruhig.
Ich schrieb nicht.
Oder, sagen wir: nicht auf Papier.
Aber in mir.
Jede Nacht.
Jeden Tag.
Unbewusst. Heimlich. Wartend.
Zeichen im Sand und der erste Schritt in meine Autorinnenwelt
Ende 2020 war es soweit.
Ich veröffentlichte Zeichen im Sand.
Es sollte ein Liebesroman werden.
Aber am Ende wurde es ein Abenteuer – in jeder Hinsicht.
Ich hatte keine Ausbildung im Bereich Autorin.
Keinen Schreibkurs besucht, außer diesem Workshop damals in Berlin.
Ich hatte nur meine Stimme.
Und den Willen, es zu tun.
Ich habe mir alles selbst beigebracht.
Durch Schreiben.
Durch Fehler.
Durch das Lektorat.
Durch andere Geschichten.
Durch Mut.
Und mit dem Moment, als ich das erste Mal auf VERÖFFENTLICHEN drückte, begann eine neue Version von mir.
Die Autorin.
Ich werde nicht die sein, die perfekt plant.
Ich habe keine Schublade voller Manuskripte.
Ich habe nicht schon immer gewusst, wie man Dialoge schreibt.
Ich habe keine Regeln auswendig gelernt.
Ich habe gelebt.
Gefühlt.
Geflucht.
Geweint.
Gelacht.
Geschrieben und wieder gelöscht.
Und alles davon steckt heute in meinen Worten.
Das Schreiben kam nicht als Gabe.
Es kam als Entscheidung.
Immer wieder.
Warum ich schreibe und warum ich nicht aufhören kann
Ich schreibe, weil Worte zu mir kommen, wenn ich sie brauche.
Weil sie Türen öffnen, wo vorher Mauern waren.
Weil Geschichten heilen, was das Leben manchmal bricht.
Ich schreibe nicht, um zu fliehen.
Ich schreibe, um zu bleiben.
Bei mir.
Bei den Menschen, die fühlen.
Bei denen, die in Büchern etwas suchen, das sie selbst nicht greifen können.
Und jedes Mal, wenn ich schreibe, erinnere ich mich:
Ich bin nicht hier, um perfekt zu sein.
Ich bin hier, um echt zu sein.
Schreiben ist meine Stimme auf Papier.
Und heute?
Heute arbeite ich an meinem neuen Roman Emmas Haven.
Ein Buch, das weit mehr ist als eine Geschichte.
Es ist ein Spiegel.
Eine Erinnerung.
Ein Erwachen.
Und diesmal schreibe ich nicht nur über Figuren.
Ich schreibe über uns.
Über dich.
Über mich.
Über das, was wir verlieren, wenn wir glauben, funktionieren zu müssen. Wenn wir glauben etwas tun zu müssen, anstatt unserem Herzen zu folgen. Wenn wir im Außen nach etwas suchen, das wir nur in unserem Inneren finden können.
Und über das, was wir finden, wenn wir endlich loslassen, vertrauen und in uns gehen. Hinsehen, Fühlen, auch wenn es mal weh tut.
Wenn du das hier liest und fühlst, dass da auch in dir Worte ruhen…
schreib sie auf.
Nicht, weil jemand sie kaufen könnte.
Nicht, weil sie irgendwann ein Buch werden sollen.
Sondern weil sie gehört werden wollen.
Weil sie deine sind.
Weil vielleicht irgendjemand da draußen sie braucht.
So wie du damals eine Geschichte brauchtest, die dich weitergetragen hat.
Ich bin Autorin. Nicht, weil ich es werden wollte.
Sondern, weil ich mich irgendwann getraut habe, es zu sein.
Und wer weiß.
Vielleicht fängt dein erstes Kapitel genau heute an.
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