Madlen erzählt vor ihren Workshops, in denen die Teilnehmer Seife schnitzen, immer eine Geschichte zur Einstimmung. Eine kleine Reise, bevor die Hände beginnen zu arbeiten. Mit der Zeit passierte etwas Interessantes: Immer mehr Teilnehmer sagten zu ihr, dass sie daraus doch ein Buch machen sollte. Anfangs war es nur ein Gedanke. Einer von vielen. Doch irgendwann ließ er sie nicht mehr los.
Also beschloss sie, es einfach zu versuchen. Obwohl sie noch nie ein Buch geschrieben hatte. Obwohl sie keine Ahnung hatte, wie man so ein Projekt überhaupt angeht. Und vielleicht gerade deshalb.
Wir kennen uns aus dem Mentoring Beautiful Business. Als ihre E-Mail in meinem Postfach landete und ich ihre Zeilen las, ahnte ich noch nicht, dass daraus eine gemeinsame Reise werden würde. Kurz darauf saßen wir zusammen in einem Zoom-Call und sprachen über ihre Idee. Über die Geschichten. Über das, was sie zwischen den Zeilen vermitteln möchte. Dabei ging es längst nicht nur um ein Cover oder den Buchsatz. Es ging um den Beginn ihres ersten Buches. Um all die Fragen, die auftauchen, wenn man beschließt, eine Idee tatsächlich auf Papier zu bringen. Genau deshalb liebe ich die Buchbegleitung so sehr. Weil jedes Buch weit vor dem ersten geschriebenen Kapitel beginnt. Während ich ihr zuhörte, entstand Stück für Stück ein Bild vor meinem inneren Auge. Ein Bild von Madlen.
Denn bevor ich Farben auswähle oder über Schriften nachdenke, möchte ich verstehen, wer der Mensch hinter dem Projekt ist. Was ihn bewegt. Warum ihm diese Geschichte wichtig ist. Was zwischen den Worten mitschwingt. Deshalb war unser Gespräch so wichtig und natürlich auch, ob es menschlich zusammenpasst.
Als wenig später die Zusage kam, dass ich das Cover und den Buchsatz gestalten und Madlen bei ihrem ersten Buch begleiten darf, habe ich mich riesig gefreut. Nicht nur, weil es Madlens erstes Buch ist, sondern auch, weil es für mich eine Premiere ist. Bisher habe ich Cover und Buchsatz ausschließlich für meine eigenen Bücher gestaltet. Doch dieser erste Auftrag entstand in meinem neuen Business. Im Danyalacarte Storytelling Studio und deshalb ist es etwas ganz besonderes.
Ich hatte schnell ein Bild im Kopf wie das Cover aussehen könnte. Und begann mit dem Hintergrund, dann den Titel und alles fügte sich wie ein Puzzle zusammen. Als ich mit dem ersten Entwurf fertig war, schickte ich ihn an Madlen und wartete gespannt auf ihre Reaktion.

Sie antwortete nicht direkt, es war ja auch Samstag Mittag (ja Kreativität kennt keine Zeit und Zeit ist am Ende auch nur ein Konstrukt) und dann kam die Antwort:
„Ist das das Cover ???? 😁❤️❤️❤️❤️❤️🙏🙏🙏🙏 das nehm ich“
Ich musste lachen und schrieb zurück, dass wir natürlich noch Änderungen vornehmen können, wenn sich etwas noch nicht ganz richtig anfühlt. Doch das wollte sie gar nicht. Sie schrieb, das ich ihren Nerv komplett getroffen hätte und das das nicht mal die Agenturen mit denen sie sonst arbeitet hinbekommen haben.
Ich hatte Tränen vor Glück und Wertschätzung in den Augen. Und ich glaube das darin meine Gabe liegt, das zu erkennen, was weit über ein Cover hinausgeht. Denn wenn du Madlen so sehen würdest, glaube ich nicht das du ihr so ein Cover zutrauen würdest.
Hier passt der Spruch: „Ich mag schöne Menschen, ihr Aussehen ist mir dabei egal“.
Menschen möchten gesehen werden. Nicht nur ihr Äußeres, nicht nur mit dem, was sie tun, sondern mit so, wie sie wirklich sind. Ich glaube, dass genau dort meine eigentliche Arbeit beginnt. Nicht beim Schreiben. Nicht beim Gestalten. Sondern beim Zuhören.
Und genau das liebe ich an meiner Arbeit: Menschen dabei zu helfen, das nach außen zu bringen, was längst in ihnen steckt.