Welche Geschichte erzählst du dir jeden Tag?
Und noch wichtiger: ist sie wahr?
Die Worte, die wir wählen, formen unser Denken, unsere Entscheidungen und die Spuren, die wir hinterlassen. Deshalb beginnt jede Veränderung mit der Geschichte, die wir erzählen.
Jede Geschichte wirkt auf mehreren Ebenen.
Sie beeinflusst, wie wir über uns selbst denken.
Wie wir von anderen wahrgenommen werden.
Und welche Spuren wir hinterlassen.
Die drei Bereiche, die du hier findest, sind deshalb keine einzelnen Angebote.
Sie sind verschiedene Ausdrucksformen derselben Geschichte.
Die Geschichte, die du erzählst
Sichtbarkeit beginnt nicht mit Marketing. Sie beginnt mit den richtigen Worten.
SEO
Website-Texte
Positionierung
Personal Branding
Die Geschichte, die bleibt
Manche Geschichten wollen nicht nur gedacht, sondern aufgeschrieben werden.
Romanentwicklung
Selfpublishing
Buchsatz
Veröffentlichung
Die Geschichte, die du lebst
Die Geschichte, die du über dich selbst erzählst, prägt dein Leben mehr, als du denkst.
Wahrnehmung
Nervensystem
Energiefelder
Bewusstseinsarbeit
Persönlichkeitsentwicklung
Oft fehlen uns die Worte für das, was wir sagen wollen.
Meistens sind es die kleinen Gedanken, die immer wieder auftauchen. Die, die wir mit unter die Dusche nehmen, die sich während einer Autofahrt bemerkbar machen oder plötzlich auftauchen, wenn wir eigentlich längst schlafen sollten.
Gedanken wie: War das schon alles? Warum fühlt sich etwas, das doch richtig sein müsste, plötzlich nicht mehr richtig an? Oder weshalb zieht mich dieses Thema immer wieder an, obwohl ich längst beschlossen hatte, es hinter mir zu lassen?
Je älter wir werden, desto mehr sammeln wir. Erfahrungen. Erinnerungen. Enttäuschungen. Erfolge. Träume, die wir verwirklicht haben, und andere, die irgendwo zwischen Alltag und Vernunft liegen geblieben sind. Mit der Zeit entsteht daraus ein Geflecht aus Geschichten, Überzeugungen und Entscheidungen, das so dicht werden kann, dass wir irgendwann nicht mehr erkennen, was davon wirklich zu uns gehört und was wir lediglich übernommen haben.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum uns manchmal die Worte fehlen. Nicht, weil nichts da wäre. Sondern weil da so viel ist. So viele Gedanken. So viele Erlebnisse. So viele Puzzleteile. Und irgendwo mittendrin die Frage, wer wir eigentlich sind, wenn wir all das einmal beiseiteschieben.
Mich fasziniert genau dieser Punkt. Der Moment, in dem aus scheinbar zusammenhanglosen Erinnerungen ein Muster wird. In dem ein Satz, den jemand ganz nebenbei ausspricht, plötzlich eine Tür öffnet. In dem aus einzelnen Fragmenten eine Geschichte entsteht, die schon immer da war, aber bisher niemand in ihrer Gesamtheit betrachtet hat. Denn ich glaube, dass jeder Mensch seine Antworten bereits in sich trägt. Manchmal sind sie nur von so vielen anderen Geschichten überlagert worden, dass sie kaum noch zu hören sind.
Und genau dort beginne ich zuzuhören.

Oft begegnen mir Menschen wie Kathrin.
Es war kurz nach Mitternacht, als Kathrin zum wiederholten Mal auf den kleinen Pfeil unter ihrem Video klickte. Das Licht über der Arbeitsplatte war das Einzige, das in der Wohnung noch brannte, und neben ihr stand eine Tasse Kaffee, die längst kalt geworden war. Eigentlich hätte sie schon vor Stunden ins Bett gehen wollen. Stattdessen saß sie noch immer in der Küche und starrte auf ihr Handy.
Am Nachmittag hatte sie das Video aufgenommen. Draußen auf einem Feldweg, irgendwo zwischen hohen Gräsern und den letzten Sonnenstrahlen des Tages. Sie hatte gelächelt, sich gedreht, war ein paar Schritte auf die Kamera zugelaufen und hatte versucht, so auszusehen wie all die Frauen, deren Reels gerade überall auftauchten. Locker. Selbstbewusst. Natürlich.
Doch je öfter sie sich das Video ansah, desto stärker wurde das unangenehme Gefühl in ihrer Brust. Nicht, weil sie sich darauf nicht mochte. Nicht, weil das Video schlecht war. Sondern weil sie das Gefühl hatte, einer Fremden zuzusehen.
Da war nichts von der Frau zu sehen, die stundenlang über Bücher sprechen konnte. Nichts von der Frau, die ihren Kundinnen aufmerksam zuhörte, die zwischen den Zeilen las und Dinge wahrnahm, die anderen oft verborgen blieben. Nichts von der Frau, die lieber echte Gespräche führte, als Aufmerksamkeit um jeden Preis zu bekommen.
Stattdessen sah sie jemanden, von dem sie glaubte, dass sie so sein müsste, damit Menschen ihr endlich zuhören.
Vielleicht jemanden wie Jenny.
Jenny, deren Videos regelmäßig viral gingen. Jenny, die scheinbar immer wusste, was sie sagen musste. Die keine Angst davor hatte, sich zu zeigen. Die laut war, sichtbar und mühelos wirkte.
Kathrin fragte sich, ob sie einfach nicht mutig genug war. Ob sie mehr aus sich herauskommen müsste. Ob sie endlich lernen sollte, wie all die anderen zu sein.
Doch während sie weiter auf den Bildschirm starrte, wurde ihr langsam etwas klar. Denn das Problem war nie gewesen, dass sie nichts zu sagen hatte. Das Problem war, dass sie die ganze Zeit versuchte, ihre Geschichte auf die Art anderer Menschen zu erzählen.
Und vielleicht geht es dir manchmal ähnlich.
Vielleicht sitzt du auch nachts in einer Küche und versuchst verzweifelt ein Reel fertigzustellen. Vielleicht starrst du auf deine Website, auf einen unfertigen Text, auf die erste Seite deines Buches oder auf all die Ideen in deinem Kopf, die sich einfach nicht so ausdrücken lassen wollen, wie du sie fühlst.
Vielleicht glaubst du längst, sichtbarer werden zu müssen, lauter zu sein, mehr zu machen, mehr zu zeigen, mehr von dem zu werden, was gerade überall funktioniert.
Doch vielleicht liegt die Antwort ganz woanders.
Vielleicht musst du nicht werden wie Jenny.
Vielleicht darfst du einfach Kathrin sein.
Mit deiner Art zu denken. Mit deiner Art zu fühlen. Mit deiner Art zu schreiben, zu sprechen und Menschen zu begegnen.
Denn echte Sichtbarkeit entsteht nicht dort, wo du dich am besten verstellst.
Sie entsteht in dem Moment, in dem du aufhörst, jemand anderes werden zu wollen, und beginnst, wieder ganz bei dir anzukommen.
Irgendwo unter all den Erwartungen, Strategien und gut gemeinten Ratschlägen gibt es sie noch.
Deine eigene Stimme.
Die Frage ist nur, ob du bereit bist, ihr wieder zuzuhören.
Zwischen den Zeilen
Gedanken über die Geschichten, die wir leben, die Worte, die wir wählen, und die Spuren, die sie hinterlassen.
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