Als ich mich nicht mehr für andere freuen konnte.

Im Beitrag erzähle ich von einem Moment, in dem ich mich nicht mehr für eine andere Person freuen konnte, sogar eifersüchtig war.

Ich bin ein Mensch, der andere unterstützt, wo und wie ich kann und was für mich das Wichtigste ist, ich kann mich für und mit anderen freuen.

Als ich diese Woche eine Story gesehen habe, in der Autorin einen Tag vor ihrer Veröffentlichung schon ein Bestsellerfähnchen auf einer Schweitzer Seite hatte, da überkam mich eine Welle an Gefühlen, die mich völlig umgehauen hat.

Ich habe mich geschämt so zu fühlen und zu denken. Dabei ist es normal. Wir sind alle nur Menschen. Wichtiger war es für mich diesen Gefühlen auf den Grund zu gehen und nach der Ursache zu suchen. Mich zu reflektieren.

Da kamen Gefühle wie Eifersucht, Wut gepaart mit Frustration und Angst über mich. Was, wenn ich es nicht schaffe? Was, wenn ich nicht gesehen werde und somit mein Buch in der Masse untergeht. Mit jedem Tag, der verstreicht, fällt mein Buch im Ranking ab. Dabei habe ich wirklich für meine Verhältnisse viele Vorverkäufe und bin da sehr glücklich und dankbar dafür. Und dennoch begann sich die Angst wieder einmal auf meine Schulter zu setzen und mir alles Mögliche ins Ohr zu flüstern. Affirmationen und Glaubensätze umzudrehen und alles in Frage zu stellen. Was ein Mistkerl.

Was hat mir geholfen aus dem Strudel wieder rauszukommen?

Selbstreflexion und dann darüber zu sprechen. Gar nicht erst in mich hineinfressen, wie ich es früher immer und immer wieder gemacht habe. Nein, nun nicht mehr. Ich lasse die Gefühle kommen und höre hin. Und dann versuche ich es aus der Ferne zu betrachten. Aus einer anderen Perspektive.

Am Abend wurde es dann besser und ich konnte mich wieder freuen. Darüber, dass diese Autorin in der jetzigen Zeit beweist, dass es immer noch möglich ist erfolgreich zu sein. Das es möglich ist wenn man etwas dafür tut und daran glaubt an sich und den Erfolg. Und dann habe ich ihr zugesehen, wie sie ihre Bücher ausgepackt hat und hatte Freudentränen in den Augen, weil sie so glücklich war.

Nun bin ich dankbar für diesen Moment und die Gefühle, denn ich durfte wieder etwas lernen und ich habe mir selbst vergeben.